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250 Leiharbeiter müssen Emder VW-Werk verlassen

Kategorie Allgemein, Emden 4. März 2016

EMDEN  – Wie Frank Fischer, Werksleiter von VW Emden am Mittwoch bei einer Betriebsversammlung vor 4000 Beschäftigten in Emden mitteilte, will er die Verträge von 250 Leiharbeitern nicht verlängern. Mit dem Abgasskandal sollte das aber nicht in Zusammenhang stehen. Nach Aussage von Peter Jacobs, Betriebsratsvorsitzender VW Emden, habe die Abgasaffäare die sowieso schon bestehenden Absatzprobleme in den USA, Südamerika und Russland verschärft. Um alle eine Beschäftigung von Zeitrabeitern an den VW Standorten zu sichern, fehle schlichtweg das Auftragsvolumen. Der Betriebsrat nannte es jedoch „sehr schmerzlich“, dass das Unternehmen trotz aller Bemühungen des Betriebsrates Zeitarbeitsverträge auslaufen lasse.

Jacobs kritisierte dabei das Modell Leiharbeit als menschenverachtend:

„Unternehmerische Risiken kann man nicht auf die Menschen übertragen, die die Gewinne erwirtschaften.“

Das Werk solle täglich 1250 Fahrzeuge fertigen und damit auf unverändert hohem Niveau produzieren, sagte Fischer. Die hohe Stückzahl sei eine wichtige Voraussetzung für eine wirtschaftliche Fahrweise des Standortes. „Dazu gehört auch, dass das Werk im laufenden Jahr über vereinbarte Schließtage wirtschaftlich atmet“, sagte der Werksleiter. Den betroffenen Leiharbeitern sollten Brücken in andere Beschäftigungsverhältnisse gebaut werden.

 

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