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90 Meister bestanden Prüfung: Leidenschaft zu Papier gebracht

Kategorie Allgemein, Kammern 26. Mai 2015

Wirtschaftsminister Olaf Lies gratuliert zur hohen Ausbildungsquote der nächsten Meistergeneration

Gruppenfoto: Die neuen Handwerksmeister

Die neuen Handwerksmeister des Jahrganges 2014/15: Eineinhalb bis zwei Jahre haben sie für die Meisterprüfungen gelernt. Foto: HWK/ A. Tuitjer

90 Meister aus Ostfriesland haben mit viel Fleiß, Ehrgeiz und fachlichem Können ihre Leidenschaft zum Handwerk auf Papier gebracht. Vom Niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies sowie Handwerkskammerpräsident Albert Lienemann erhielten die Prüflinge in neun Gewerken ihre lang ersehnten Urkunden in der Stadthalle Aurich überreicht. Die größten Gruppen zur Meisterfeier 2014/15 der Handwerkskammer für Ostfriesland bildeten die 17 Kraftfahrzeugtechniker, 14 Metallbauer und 13 Installateur- und Heizungsbauer.

Handwerk setzt Maßstäbe

In seiner Festansprache hob Olaf Lies den deutschen Meisterbrief als Garant für Qualität hervor. Er sichere Fachkräfte und stärke die Innovationskraft. „Die Qualifikation zum Meister ist das Herz der Wirtschaft“, sagte der Minister. Ohne die Meisterpflicht könne das hohe Niveau der handwerklichen Arbeit und der Ausbildung nicht gehalten werden. Die Politik müsse sich eingestehen, dass die Abschaffung des Meisterzwangs in einigen Gewerken mit der Novellierung der Handwerksordnung 2004 ein Fehler gewesen wäre. „Das darf sich nicht wiederholen“, sprach Lies die Deregulierungsbemühungen der Europäischen Union an. Derzeit wird überprüft, welche Zugangsvoraussetzungen für die Berufsausübung in den Mitgliedsstaaten existieren. Auch über die Meisterpflicht wird diskutiert. „Unsere Ausbildungsstrukturen werden über die Grenzen Europas hinaus geschätzt“, so der Minister weiter. Dieses Gut gelte es zu schützen. Gleichzeitig appellierte er an die Handwerksmeister, dem Kammerbezirk treu zu bleiben: „Ostfriesland ist keine ländliche Region am Tellerrand, die abgehängt wird. Ostfriesland ist ein zukunftsfähiger Raum, der viele Perspektiven bietet.“ Neben Tourismus und Landwirtschaft sei das Handwerk ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der mit konsequenter Ausbildung weit über den Bedarf Maßstäbe setze und mit gesunden Betrieben die Region stärke.

Meisterbrief zählt als Wertpapier für den Karriereweg

Glückwünsche überbrachte auch Kammerpräsident Albert Lienemann: „Jeder Meisterbrief repräsentiert symbolisch, wie viel Leidenschaft jeder Prüfling in sein Handwerk steckt.“ Für den Kammerbezirk sei die stolze Prüflingsquote ein Gewinn. Die neuen Meister hätten während ihrer eineinhalb- bis zweijährigen Fortbildung bewiesen, dass sie ihren Beruf mit Perfektion, Kreativität, Durchsetzungsvermögen und Hingabe beherrschen. Mit der Urkunde hielten die Absolventen ein solides Wertpapier für ihren weiteren beruflichen Lebensweg in den Händen.

Qualitativ hochwertige Arbeit wird gut entlohnt

Dem konnte auch Artur Mannott, stellv. Bürgermeister der Stadt Aurich und Mitglied im Prüfungsausschuss der Handwerkskammer, zustimmen. Er wünschte ihnen den Mut und den Willen, Verantwortung zu übernehmen und sich selbstständig zu machen. In dem Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“ stecke ein gutes Stück Wahrheit, da meisterlich ausgeführte Arbeit sehr gut entlohnt werde.

Potenziale der Frauen besser ausschöpfen

Stellvertretend für die Berufsbildenden Schulen im Kammerbezirk überbrachte Robert Ottens, Oberstudiendirektor der Berufsbildenden Schulen II Aurich, Grußworte. Er rief die künftigen Führungskräfte und Unternehmer auf, mögliche Vorurteile abzubauen und ihr Talent auch an Auszubildende mit ausländischen Wurzeln weiterzugeben: „Schüler mit den Vornamen Aysche oder Mehmet haben es deutlich schwerer, eingestellt zu werden.“ Auch seien die Frauen im männerdominierten Berufen immer noch unterrepräsentiert: Nur zwei im Tischler- und Maler-Handwerk hielten ihren Meisterbrief in den Händen. Das weibliche Potenzial werde vor dem Hintergrund des sich zuspitzenden Fachkräftemangels noch lange nicht ausgeschöpft.

Die Meisterprüfungen im Jahrgang 2014/15 der Handwerkskammer für Ostfriesland haben bestanden

Elektrotechnikermeister

Carsten Fähnders aus Lütetsburg, Alexander Freymuth aus Hinte, Dietmar Harms-Neunaber aus Friedeburg, Jelto Itzen aus Berumbur, Florian Janssen aus Aurich, Thomas Münk aus Großefehn, Frank Pauw aus Friedeburg, Holger Riemann aus Hinte, Fabian Schwarz aus Wittmund.

Feinwerkmechanikermeister

Tristan Deyerling aus Wittmund, Maik Eyhusen aus Westoverledingen, Frank Freimuth aus Wittmund, Ingo Henkel aus Aurich, Dietmar Immen aus Südbrookmerland, Jann Janssen aus Aurich, Marcel Kaul aus Friedeburg.

Friseurmeister/innen

Daniela Backer aus Lütetsburg, Daniela Bliese aus Emden, Tim Bloier aus Aurich, Jennifer Karameta aus Südbrookmerland, Janna Kok aus Jemgum, Ina Nehuis aus Aurich, Karina Roll aus Ihlow.

Installateur- und Heizungsbauermeister

Phillip Blöchl aus Wiesmoor, Holger Boelsums aus Leer, Quoc Tuan Bui aus Norden, Michael Decker aus Ihlow, Reinhard Folkers aus Lütetsburg, Gezim Haka aus Südbrookmerland, Eugen Kühn aus Sande, Alexander Lungren aus Saterland, Heiko Neemann aus Upgant-Schott, Ingo Pruin aus Leezdorf, Waldemar Rieken aus Aurich, Heinz-Hermann Saathoff aus Südbrookmerland, Daniel Schulte aus Saterland.

Kraftfahrzeugtechnikermeister
Johann Dirks aus Rechtsupweg, André-Uwe Donovang aus Emden, Marko Flick aus Großheide, Patrick Geiken aus Emden, Gerrit Groon aus Großheide, Erich Jakobs aus Wirdum, Hans Janßen aus Emden, Pascal Kampfhenkel aus Südbrookmerland, Marcus Krüger aus Ostrhauderfehn, Alexander Lorenz aus Emden, Michael Mennenga aus Krummhörn, Rainer Metz aus Upgant-Schott, Andre Meyer aus Aurich, Ingo Niehuisen aus Aurich, Daniel Noortmann aus Emden, Jörg Pilney aus Jemgum, Marco Richter aus Marienhafe.

Maler/in- und Lackierermeister/in
René Becker aus Schortens, Kai Bussmann aus Großheide, Manuel Pruin aus Rhauderfehn, Carsten Wessels aus Jever, Maren Wittchow aus Wiesmoor.

Maurer- und Betonbauermeister
Arno Backer aus Südbrookmerland, Oliver Brinkmann aus Filsum, Frank Busker aus Großheide, Mario Coordes aus Werdum, Dennis Frieden aus Aurich, Mario Geiken aus Halbemond, Ramzi Lazali aus Südbrookmerland, Martin Meinke aus Hinte, Lars Redenius aus Großheide, Ralf Rost aus Großheide, Hauke Schoone aus Friedeburg, Jan-Hendrik Voß aus Wittmund.

Metallbauermeister
Sebastian Beil aus Aurich, Thomas Brahms aus Emden, Andre Eisenhauer aus Wiesmoor, Georg Herrmann aus Leer, Frank Janßen aus Aurich, Wilko Janßen aus Schweindorf, Heiko Janssen aus Aurich, Jörg Klöver aus Wiesmoor, Heinz-Hermann Koch aus Aurich, Jörn Krüger aus Emden, Frank Neemann aus Emden, Christian Walter aus Aurich, Focko Wübbena aus Wiesmoor, Sebastian Zakl aus Lohne.

Tischlermeister/in
Jens Buscher aus Westerholt, Insa Groeneveld aus Emden, Florian Janßen aus Wangerland, Steffen Weber aus Wittmund, Christian Wilken aus Wangerland, Stefan Willms aus Neuschoo.

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