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Der Hobel bleibt das Markenzeichen

Kategorie Kammern 11. Mai 2015

Frederick Schütt unterstützt Imagekampagne des Handwerks

Frederick Schütt hält einen Hobel in der Hand

Frederick Schütt nahm am Foto-Shooting in Berlin teil.
Foto: Köhler

Verändern, prägen und schöner machen: Die neuen Motive der Imagekampagne des Handwerks fordern Jugendliche in der Region zum Anpacken auf. Das Werkzeug hierfür finden junge Menschen in jedem der über 130 Ausbildungsberufe im Handwerk.

Eines von insgesamt 15 Gesichtern, die auf den Motiven zu sehen sind, gehört Frederick Schütt aus Delmenhorst. Nach dem Abitur hat der mittlerweile 25-Jährige ein Informatikstudium angefangen. „Das Studium habe ich unterbrochen. Ich habe gemerkt, dass ich mehr mit den Händen arbeiten möchte. Also habe ich mich für eine Ausbildung im Handwerk entschieden.“

Die Ausbildung absolviert Frederick Schütt zurzeit im zweiten Lehrjahr bei der Tischlerei Franz Reisch in Ganderkesee. „Ich liebe mein Handwerk, weil ich mit nachwachsenden Ressourcen und meinen Händen arbeiten kann“, sagt Schütt.

Als das Kampagnenbüro des Handwerks auf der Suche nach Gesichtern war, meldete der Betrieb ihn an. Zunächst war ein Film für ihn im Gespräch, doch der wurde letztendlich ohne Tischler gedreht. Als es dann um Plakatfotos ging, klingelte das Telefon in Ganderkesee. „Danach ging es nach Berlin. Zwei Tage wurde in einer großen Halle fotografiert“, berichtet Schütt von weißen Leinwänden, vielen Scheinwerfern und Stylisten. Er selbst war mit seiner Gruppe am zweiten Tag dran und überzeugte die Werbeexperten von seiner modernen Arbeitskleidung. „Auch wenn man den Hobel nur noch in der Ausbildung benutzt, so musste er mit aufs Bild. Er ist und bleibt einfach das Markenzeichen des Tischlerhandwerks.“

Nachdem die Bilder „im Kasten“ waren, hat die beauftragte Agentur die Motive erstellt, die regional unterschiedlich aber nicht beliebig betextet werden können. „So behält die Imagekampagne ihre bundesweit einheitliche Bildsprache und wir können vor Ort dennoch etwas eigenes anbieten“, nennt Heiko Henke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer die Vorteile dieser neuen Ausrichtung. „Die Kammer wird in erster Linie die Motive in Ausbildungsbroschüren einsetzen“, so Henke weiter.

Für Frederick Schütt war das Mitwirken auf jeden Fall eine schöne Erfahrung. Das Handwerk hat ihm damit schon das zweite Mal eine höchst interessante Abwechslung geboten. Ende des vergangenen Jahres war er über die Mobilitätsberatung der Kammer nach Vicenza gereist. In Italien hat er nach einem Sprachkurs ein vierwöchiges Praktikum gemacht.

In Ganderkesee ist Betriebsinhaber Franz Reisch sehr angetan vom Werdegang des Studienumsteigers. „Er weiß, was er will“, sagt der Chef über den sympathischen und selbstbewussten Auszubildenden. „Das ist für uns von Vorteil.“

Imagekampagne des Handwerks mit Berufe-Checker und Lehrstellenradar:www.handwerk.de

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