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Deutsche Wirtschaft befindet sich weiter im Aufschwung

Kategorie Allgemein, Finanzen 8. Juli 2015
Ein Luftballon steigt empor.

Die deutsche Wirtschaft ist insgesamt gut in das zweite Quartal 2015 gestartet und setzt ihren Aufschwung fort. Foto: Life-of-Pix-free-stock-photos

Die deutsche Wirtschaft ist insgesamt gut in das zweite Quartal gestartet und setzt ihren Aufschwung fort. Die Auftragseingänge und die Produktion in der Industrie erholten sich im April spürbar. Die Stimmung in der Wirtschaft ist weiterhin positiv. Die Ausfuhren haben unterstützt durch den niedrigen Euro-Wechselkurs auch im April spürbar zugenommen. Die Einfuhren schwächten sich etwas ab. So sieht die Bilanz für die Deutsche Wirtschaft auf Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums derzeit aus.

Das Ministerium berichtete in einer Pressemitteilung weiter: Nach dem ordentlichen Start des Produzierenden Gewerbes in das zweite Quartal dürfte sich die Wirtschaftsleistung in Deutschland in den kommenden Monaten weiter ausweiten. Hierzu wird der solide Anstieg der Inlandsnachfrage beitragen, die bereits im Jahresschlussquartal 2014 (+1,1 %) und im ersten Vierteljahr 2015 (+0,5 %) spürbar expandierte. Insbesondere haben die privaten Haushalte im ersten Quartal 2015 nunmehr das dritte Quartal in Folge mehr konsumiert (+0,6 %). Die solide Einkommens- und Beschäftigungsentwicklung zusammen mit dem rückläufigen Preisniveau waren hierfür ausschlaggebend. Die Investitionskonjunktur hat im ersten Quartal etwas an Fahrt gewonnen. Die Ausrüstungsinvestitionen nahmen um 1,5 % zu. Die Bauinvestitionen expandierten noch etwas stärker um 1,7 %. Der Wachstumsbeitrag des Außenhandels war bei ölpreisbedingt rückläufigen Importpreisen und kräftig steigenden Importvolumina im ersten Vierteljahr mit -0,2 Prozentpunkten negativ. Insgesamt nahm die gesamtwirtschaftliche Leistung im ersten Quartal um 0,3 % zu. Die Expansion der Wirtschaftsleistung in Deutschland dürfte sich angesichts der aktuellen Konjunkturindikatoren mit moderaten Tempo fortsetzen. Allerdings gibt es neben Chancen auch einige Risikofaktoren wie den Ölpreis oder die Entwicklungen um Griechenland, die wieder stärker in den Vordergrund rücken können.

Die deutsche Industrie startete positiv in das zweite Quartal. Nachdem der Jahresbeginn weniger dynamisch ausfiel, stieg die Industrieproduktion im April wieder um 0,7 %. Insbesondere bei den Herstellern von Vorleistungs- und Investitionsgütern, z. B. im Maschinenbau, wurde die Produktion ausgeweitet. Auch die Umsätze zogen mit einem Plus von 1,3 % im April kräftig an, wobei die positiven Impulse vorrangig aus dem Auslandsgeschäft kamen. Die Auftragseingänge in der Industrie verbesserten sich nach einem schwächeren Jahresbeginn im März und April wieder spürbar. Allerdings blieb die Auslandsnachfrage bedingt durch Großaufträge schwankend. Die Stimmung in der Industrie ist weiterhin gut, auch wenn das ifo Geschäftsklima aufgrund etwas weniger zuversichtlicher Erwartungen im Mai geringfügig nachgab. Die Baukonjunktur hatte sich bereits im Herbst vergangenen Jahres aufgehellt. Im ersten Quartal nahm die Erzeugung im Baugewerbe bei milder Witterung um 2,1 % zu. Im April stieg die Bauproduktion weiter um 1,3 % an. Die solide Bestelltätigkeit und die insgesamt günstigen Rahmenbedingungen sprechen hier für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.

Der private Konsum bleibt eine verlässliche, treibende konjunkturelle Kraft. Im ersten Quartal nahmen die privaten Konsumausgaben im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 % zu und lieferten damit erneut einen maßgeblichen Beitrag zum BIP-Wachstum. Bereits in den beiden Vorquartalen wurde der private Verbrauch um jeweils 0,7 % ausgeweitet. Die Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz-Handel) stiegen im April um 1,7 % und erreichten damit den höchsten Wert seit über 20 Jahren. Auch die Umsätze im Kfz-Handel entwickeln sich dynamisch und stiegen im März bereits den vierten Monat in Folge spürbar an. Insgesamt gestalten sich die Rahmenbedingungen für die Konsumnachfrage weiterhin sehr günstig. Dies spiegelt sich auch in dem deutlich positiven Konsumklima wider.

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