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Fischerei: 2014 war ein Jahr der Extreme für Krabbenfischer

Kategorie Landwirtschaft 21. April 2015

Muschelfischer verzeichnen leichten Anstieg – niedrige Erzeugerpreise für Frischfisch

Ein Krabbenfischer holt die Netze ein.

In Niedersachsen sind derzeit 134 Fischereibetriebe beheimatet. Foto: Heikens

In Niedersachsen sind derzeit 134 Fischereibetriebe beheimatet, teilte jetzt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen dem Handelsforum mit. Diese Betriebe seien in der Küsten-, Muschel- und kleinen Hochseefischerei tätig. Die Küstenfischereibetriebe, die fast ausschließlich auf Nordseekrabben fischen, würden dabei mit ungefähr 115 Betrieben rund 86 Prozent der Flotte stellen, so die Fachberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

„Für die Krabbenfischerei war 2014 ein Jahr der Extreme. Im ersten Halbjahr bereiteten sehr geringe Fangmengen den Fischern zunächst Sorge. Im zweiten Halbjahr gab es, besonders im Herbst, so große Fangmengen, dass die Anlandemenge zeitweise begrenzt werden musste. Der befürchtete, ungebremste Preissturz blieb jedoch aus, sodass im Jahresdurchschnitt ein Preis von rund 3,70 Euro (2013: 4,22 Euro) gehalten werden konnte. Insgesamt war die Fangmenge 2014 fast identisch mit der des Vorjahres. Wegen des gesunkenen Durchschnittspreises verringerte sich jedoch der Umsatz um etwa 13 Prozent“, rechnete die Kammer vor.

Die Fischerei auf Frischfisch – die Hauptzielart ist die Scholle – litt, wie schon in den Jahren zuvor, weiter unter den sehr niedrigen Erzeugerpreisen. Teils wurde deshalb auf andere Zielarten wie beispielsweise Kaisergranat oder auch Krabben ausgewichen. Der Preis für Kabeljau wurde durch die Einfuhr großer Mengen Skrei aus Norwegen belastet. Die in den Niederlanden initiierte Schollenwerbung scheint erste, leicht positive Auswirkungen auf den Preis zu zeigen.

Die Muschelfischer konnten nach drei Jahren erstmals wieder einen leichten Anstieg der Anlandungen verzeichnen. Von dem niedrigen Niveau der vergangenen Jahre erhöhte sich der Ertrag 2014 um 538 Tonnen. Aufgrund der guten Qualität der Muscheln waren die Preise auskömmlich. In der Muschelfischerei gewinnen die Langleinenkulturen als zusätzliche Muschelsaatgewinnungsmethode mittlerweile immer mehr an Bedeutung. Im vorigen Jahr gab es durch den sehr heißen Sommer Schäden an diesen Langleinen, da auch die Wassertemperaturen auf über 23 Grad Celsius anstiegen.

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