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Flüchtlingsprojekt der Handwerkskammer Osnabrück: Koordinatorin hat Arbeit aufgenommen

Kategorie Allgemein, Kammern, Osnabrück 9. Februar 2016
Erfahrene Lehrwerkmeister und geschulte Sozialpädagogen der Handwerkskammer bilden Migranten und Flüchtlinge aus

Erfahrene Lehrwerkmeister und geschulte Sozialpädagogen der Handwerkskammer bilden Migranten und Flüchtlinge aus

Flüchtlinge in eine Ausbildung im Handwerk zu vermitteln ist das Ziel des „Integrationsprojekts Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA)“.

Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hat gemeinsam mit den Handwerkskammern diese unterstützende Maßnahme ins Leben gerufen. Seit Jahresbeginn gibt es dafür in Osnabrück mit Sabine Wiese eine eigene Koordinatorin im Berufsbildungs- und Technologie Zentrum (BTZ) der Handwerkskammer. Sie wählt Flüchtlinge aus, die für eine Kompetenzfeststellungsmaßnahme in Frage kommen, vermittelt sie anschließend in Ausbildungs- und Umschulungsbetriebe und unterstützt die Teilnehmer bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und beim Umgang mit Behörden. Außerdem wird die Sozialpädagogin die erfolgreich vermittelten Flüchtlinge in den ersten Monaten der Ausbildung begleiten.

„Wir erwarten in den kommenden Wochen und Monaten eine steigende Nachfrage aus den Handwerksbetrieben, die Flüchtlinge beschäftigen wollen, aber umgekehrt auch aus den Kommunen und Flüchtlingseinrichtungen, die Flüchtlinge in unserem Projekt unterbringen wollen“, sagt Kammerhauptgeschäftsführer Sven Ruschhaupt. Die Aufgabenübertragung an den neuen Ansprechpartner sei daher ein wichtiger Schritt, um auf diese Nachfrage zu reagieren und einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in den normalen Alltags- und Arbeitsprozess zu leisten. Als Koordinatorin im Projekt IHAFA vermittelt Wiese Flüchtlinge in Ausbildung, Praktikum oder Beschäftigung und unterstützt gleichzeitig die Vernetzung mit der Agentur für Arbeit und den weiteren Netzwerkpartnern in der Region.

Am 1. Februar ist die erste Maßnahme mit sieben Teilnehmern im Osnabrücker BTZ der Handwerkskammer gestartet. Drei weitere sollen im Laufe des Jahres folgen. Sie umfassen neben berufsbezogenem Deutschunterricht jeweils einen fachpraktischen Teil sowie ein anschließendes Betriebspraktikum. Auch am BTZ-Standort in Lingen sind entsprechende Maßnahmen gestartet. Es werden noch Betriebe gesucht, die bereit sind, einen Flüchtling aufzunehmen. Auch Kommunen und Flüchtlingseinrichtungen können sich an die Mitarbeiterin der Kammer wenden, um ihr potenzielle Teilnehmer für das Projekt zu melden: Sabine Wiese, 0541 181768-911, s.wiese@hwk-osnabrueck.de.

Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützt das Modellprojekt in ganz Niedersachsen mit rund 1,1 Millionen Euro. Hinzu kommen teilnehmerbezogene Ausgaben, die aus Fördermitteln der Arbeitsagenturen und Jobcenter, der Handwerkskammern sowie der Landkreise erbracht werden.

 

Quelle: Handwerkskammer Osnabrück

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