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Großhändler nutzt Chancen der digitalen Wirtschaft

Kategorie Allgemein, Kammern 23. September 2015
Bereisung-Cordes- Graefe

Sprachen über digitale Prozesse im Großhandel: Die persönlich haftenden Gesellschafter der Cordes & Graefe Osnabrück KG, Gerd Leichtenberger (l.) und Thomas Buschmann (r.), mit IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf (3. v. r.), dem Stv. IHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Jürgen Falkenstein (2. v. l.) und den IHK-Geschäftsführern Eckhard Lammers, Christian Wöste, Frank Hesse und Thomas Reyl (v. l.)

IHK-Geschäftsführung besucht Cordes & Graefe
„Die Digitalisierung stellt den Großhandel vor neue Herausforderungen. Die Firma Cordes & Graefe ist ein tolles Beispiel für den frühen und konsequenten Einstieg in digitale Geschäftsprozesse“, erklärte Marco Graf, Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, anlässlich des Besuchs der Cordes & Graefe Osnabrück KG in Osnabrück.

Die Cordes & Graefe KG ist Mitglied der bundesweiten GC-Gruppe, die mit über 100 selbständigen Unternehmen an rund 800 Standorten aktiv ist. Das Unternehmen beschäftigt am Standort Osnabrück rund 400 Mitarbeiter.

Die Produktpalette erstreckt sich über Sanitär, Heizung, Lüftung, Klima, Installation, Dachtechnik, regenerative Energien, Elektro, Tiefbau und Industriebedarf. Beliefert wird ausschließlich das Fachhandwerk.

In der Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern nutzt das Unternehmen die Kanäle Youtube und Facebook für die Auszubildenden sowie Twitter und bietet auch eine digitale Kundenzeitschrift.

„Wir setzen konsequent auf die Digitalisierung aller Prozesse, um die mehr als 100 Partner und Standorte der GC-Gruppe national und international flexibel zu vernetzen, Aufträge effizient abzuwickeln und Kunden zu betreuen“, erklärten die beiden persönlich haftenden Gesellschafter Gerd Leichtenberger und Thomas Buschmann. Rund um die Uhr stehe ein digitales Serviceportal für registrierte Kunden aus dem Fachhandwerk zur Verfügung. „Unsere Plattform ist nach international bekannten Online-Plattformen im Nutzerverhalten die viertgrößte bundesweit“, so Leichtenberger und Buschmann.

Die gute Marktstellung bestärke das Unternehmen, weitere Lösungen im E-Business-Bereich zu entwickeln. Das Unternehmen biete beispielsweise eine App für Fachhandwerker und Einkäufer, mit der diese ortsunabhängig bestellen können. Rund um die Uhr stehen dem Kunden sämtliche Daten der umfangreichen Produktpalette digital zur Verfügung.

Bei der Digitalisierung gebe es allerdings auch Hürden. So habe das Unternehmen an dem kürzlich bezogenen neuen Standort auf der Grenze zwischen Osnabrück und Hasbergen keine optimale Breitbandinfrastruktur vorgefunden und musste auf eigene Kosten eine entsprechende Anbindung erstellen lassen. Nach wie vor können am neuen Standort keine Videokonferenzen abgehalten werden. Weitere Potentiale der digitalen Anbindung sieht Cordes & Graefe in dem derzeit schwachen Mobilfunknetz vor Ort.
Hintergrund der Bereisung der IHK-Geschäftsführung bei regionalen Betrieben ist die zunehmende Digitalisierung. Sie verändert Gesellschaft und Wirtschaft fundamental. Neue Geschäftsmodelle und Wachstumschancen entstehen. Gleichzeitig geraten klassische Branchen unter Druck. Es werden daher geeignete Rahmenbedingungen benötigt – sozusagen ein Betriebssystem für die zunehmende Digitalisierung. Die IHK-Organisation wird sich in den kommenden zwei Jahren verstärkt damit auseinandersetzen, wie ein solches aussehen kann.

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