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Handelsmonitor: IHK und OMT legen Analyse von Händlern und Kunden vor

Kategorie Allgemein, Kammern 20. März 2015

Kennzahlen, Quartierscheck, Geschäftsklima – die Stimmung in der Osnabrücker City ist heiter bis wolkig. Das ist die Quintessenz aus einer Fülle gut recherchierter und analysierter Daten und Fakten, die jetzt als „3. Osnabrücker Handelsmonitor“ gemeinsam von der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, der Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH (OMT) und dem Osnabrücker City-Marketing e.V. (OCM) vorgestellt wurde. Ziel des Handelsmonitors ist es, die aktuelle Situation auszuwerten und mit den Erkenntnissen eine Basis für die strategische Weiterentwicklung des Einzelhandelsstandortes Osnabrück zu schaffen.

Quartierscheck

IHK und OMT legen detaillierte Analyse von Händlern und Kunden vor

IHK und OMT legen detaillierte Analyse von Händlern und Kunden vor

Hohe Aufenthaltsqualität, toller Branchenmix und engagierte Werbegemeinschaften prägen die Quartiere. Einige aber leiden unter Baustellen und Leerständen. Im „Quartierscheck“ standen erstmals auch wichtige Einfallstraßen wie die Pagenstecher Straße und die Hannoversche Straße im Fokus. Dabei wurden Faktoren wie die verkehrliche Anbindung, Passantenfrequenzen, Ladenflächen, Online-Handel, Sauberkeit, Lärm und Öffnungszeiten unter die Lupe genommen.

Geschäftsklima

Die Auswertung der lokalen Händlerbefragung bestätigt, dass das „Geschäftsklima“ derzeit stabil ist. Allerdings erwartet z.B. der Handel im höheren Preissegment zukünftig eine leichte Verschlechterung. Der Online-Handel behält weiterhin eine große Relevanz. Während die großen Filialisten ohnehin schon Online unterwegs sind, setzen die inhabergeführten Geschäfte auf Kundenbindung. (Durchschnittsnote für die Innenstadt aus Sicht der Anbieter ist ein „gut minus“).

Passantenfrequenzmessung

Erstmals konnten Zahlen der neuen Passantenfrequenzmessung präsentiert werden. Seit Ende November vergangenen Jahres zählen die ersten fünf Messgeräte in der Fußgängerzone die Besucher. Die lasergestützte 24 -Stunden-Erhebung zeigt die starken Besucherzahlen an den Adventssamstagen und weist auch schwache Tage im Januar und Februar aus. Nach der Messung scheint der Ossensamstag keinerlei negative Auswirkungen auf die Passantenströme zu haben. Weitere Geräte sollen zeitnah in der Johannis- und Krahnstraße ergänzt werden. Mit längerer Zähldauer und mehr Zählstellen steigt dann die Aussagekraft der Zahlen für die Stadtentwicklung, das Stadtmarketing und den Handel. „Die Digitalisierung macht auch vor vermeintlich sicheren Standorten nicht halt. Bundesweit werden im Handel Frequenzverluste beklagt. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, müssen sich die Konzepte ändern.“ begründet IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf das Projekt, das zunächst drei Jahre durchgeführt wird. Schließlich sei der Erhalt der Vitalität der Innenstädte und Orte ein wichtiges Ziel. Genau hier liefere der Handelmonitor wertvolle Entscheidungsgrundlagen, so Graf.

Kennzahlenanalyse

Die „Kennzahlenanalyse“ gibt auch im dritten Jahr Aufschluss über die Kaufkraftentwicklung, die Entwicklung der Umsätze pro Kopf, den „Point of Sale“-Umsatz und die Handelszentralität. Hier weist Osnabrück in der Kaufkraft pro Einwohner eine leichte Steigerung auf. In den Bereichen der Kennzahlen in Oberzentren sowie Kaufkraftindex steht Osnabrück im Vergleich zu Münster, Oldenburg und Bielefeld gut da.

Insgesamt wird die Geschäftslage positiv bewertet und auch die Besucher, die im Rahmen der Studie „Vitale Innenstadt“ befragt wurden loben die Vielfalt des Sortiments, die Gastronomieangebote, die belebte Innenstadt und die Erreichbarkeit. Allerdings trübt beispielsweise die Baustellensituation die Stimmung der Händler ein.

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