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Höchste Ehren für Kammerpräsident Voss – Initiative für Integration

Kategorie Kammern 17. Juni 2015
Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer (rechts) ehrte Kammerpräsident Peter Voss.

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer (rechts) ehrte Kammerpräsident Peter Voss.
Foto: Michael Gründel

Höchste Ehren für Peter Voss, Präsident der regionalen Handwerkskammer: Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, hat ihn am Mittwoch in Osnabrück mit dem Handwerkszeichen in Gold ausgezeichnet.

Voss steht seit sechs Jahren an der Spitze der Kammer. Er engagiere sich konsequent für die Weiterbildung, sagte Wollseifer. Doch das ist längst nicht alles, wofür der Unternehmer aus dem emsländischen Haselünne das goldene Handwerkszeichen erhielt. Er führe einen vorbildlichen Betrieb, betonte Wollseifer, und er sei über die Arbeit für die Kammer im Nordwesten Niedersachsens hinaus auf Landes- und Bundesebene ein „sehr kompetente Mitstreiter“, der sich für die Ideale des Handwerks einsetze. So steht Voss seit Juli 2014 zusätzlich als Vorsitzender der Landesvertretung an der Spitze der Handwerkskammern in Niedersachsen. „Einer, der nicht Ruhe gibt, bevor es Lösungen gibt“, lobte Wollseifer.

Tatsächlich ist Kammerpräsident Voss kein Mann der leisen Töne. Lautstark beklagte er sich im Anschluss an die Ehrung darüber, dass eine im März gestartete Initiative des niedersächsischen Handwerks zur Integration von Asylbewerbern bislang im Sande verlief. Die Landesregierung habe auf das Angebot der Wirtschaft, sich etwa an Kosten für Sprachkurse zu beteiligen, bislang nicht reagiert. „Unsere Bildungszentren haben die Kapazitäten, Flüchtlinge zu kompetenten Handwerkern auszubilden“, wiederholte Voss seinen Vorschlag. Sozialpädagogen, Lehrer, Werkstätten stünden zur Verfügung. Das fördere die Integration und wirke gleichzeitig dem Nachwuchsmangel im Handwerk entgegen. „Ich habe der Landesregierung die Tür weit aufgemacht, sehr weit“, sagte er.

Debatte um Erbschaften

Ein weiteres Thema, das die Handwerker umtreibt: die bevorstehende Reform der Erbschaftsteuer. Handwerkspräsident Wollseifer plädierte in Osnabrück für unbürokratische und unternehmerfreundliche Regeln. Das Thema betrifft bundesweit rund 200 000
Handwerksbetriebe, in denen in den kommenden zehn Jahren ein Generationswechsel ansteht. In der Region wären die Folgen ebenfalls nicht klein. Hier steht in jedem dritten der gut 10 600 Handwerksbetriebe ein Übergang auf die nächste Generation bevor. Zusammen beschäftigen sie mehr als 87 000 Menschen. „Wir müssen es weiter ermöglichen, dass Betriebe und Arbeitsplätze erhalten werden“, sagte Wollseifer.

Ausgezeichnet wurde bei der Frühjahrsvollversammlung der Kammer auch deren Vizepräsident, Maschinenbaumeister Stephan Hövelmann. Der Papenburger ist jetzt Ehrenmeister des Osnabrücker, emsländischen und Grafschafter Handwerks.

Ein neues Leitbild für die Ausrichtung der Kammer kündigte unterdessen Sven Ruschhaupt an. Der neue Hauptgeschäftsführer ist seit einem halben Jahr im Amt. Ein erster Entwurf stehe bereits und befinde sich in der Diskussion. Details nannte Ruschhaupt noch nicht. Die Vollversammlung der Kammer soll das Papier im Dezember absegnen.

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