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IHK: Flüchtlinge sind zentrale Herausforderung für 2016

Kategorie Kammern 15. Januar 2016

 

Friedrich Kethorn, Landrat des Landkreises Grafschaft Bentheim, Marco Graf, IHK-Hauptgeschäftsführer, Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident, Martin Schlichter, IHK-Präsident, und Thomas Berling, Bürgermeister der Stadt Nordhorn

Friedrich Kethorn, Landrat des Landkreises Grafschaft Bentheim, Marco Graf, IHK-Hauptgeschäftsführer, Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident, Martin Schlichter, IHK-Präsident, und Thomas Berling, Bürgermeister der Stadt Nordhorn

Neujahrsempfang der IHK in Nordhorn

„Das vergangene Jahr hatte zwei Gesichter. Globale Krisen wie selten zuvor, zugleich aber auch ein Jahr der Rekorde, vor allem auf dem Arbeitsmarkt. Allein in unserer Region sind 5.000 neue Arbeitsplätze entstanden.“ Dies erklärte Martin Schlichter, Präsident der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, in seiner Begrüßungsrede zum IHK-Neujahrsempfang im NINO-Hochbau in Nordhorn.

Für 2016 sei die konjunkturelle Ausgangslage noch gut. Viele Unternehmen misstrauten aber dem Aufschwung. Dieser basiere vor allem auf externen Faktoren: dem niedrigen Ölpreis, den niedrigen Zinsen und dem niedrigen Wechselkurs des Euro zum Dollar. „Was kurzfristig positiv wirkt, bringt aber langfristig Probleme. Mit Sorge sehe ich die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik“, sagte Schlichter, der sich eine Zinswende von der EZB wünschte.

Die zentrale Herausforderung ist für Schlichter in diesem Jahr die Integration der Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit. Dies sei ein mühsamer Weg. Häufig fehle es an Deutschkenntnissen oder an beruflichen Qualifikationen. „Für mich sind diese Menschen deshalb auch weniger die Fachkräfte von morgen als vielmehr die Fachkräfte von übermorgen“, so der IHK-Präsident. Die IHK engagiere sich mit einem 8-Punkte-Aktionsprogramm für die Integration.

Ministerpräsident Stephan Weil sah in seiner Rede ebenfalls die Qualifizierung von Flüchtlingen als eine Hauptaufgabe des Landes. Er würdigte in diesem Zusammenhang das erhebliche ehrenamtliche Engagement der Menschen in Niedersachsen, auch aus der regionalen Wirtschaft.

Weil betonte weiterhin, dass die vielen mittelständischen Familienunternehmen eine wesentliche Stärke der Region seien. Die Landesregierung nehme die Belange dieser Betriebe besonders in den Blick. In diesem Zusammenhang bekräftigte er wie beim IHK-Neujahrsempfang 2015, dass das Land Niedersachsen nicht an der Reform der Erbschaftsteuer verdienen wolle. Zusätzliche Belastungen für Familienunternehmen müssten vermieden werden. Zuvor hatte IHK-Präsident Schlichter davor gewarnt, dass die aktuellen Planungen und die dort unrealistisch hoch angesetzten Unternehmenswerte die Existenz von Familienbetrieben gefährden könnten.

Schlichter hob die gute Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen hervor, das neben dem Ministerpräsidenten mit Landtagspräsident Bernd Busemann und Innenminister Boris Pistorius prominent vertreten war. Beispiele seien die Fachkräfteinitiative Niedersachsen, das Bündnis für Duale Ausbildung oder die Delegationsreisen des Landes, die die IHKs häufig mitorganisieren.

Der Neujahrsempfang mit rund 500 Gästen war gleichzeitig der Auftakt für das Jubiläumsjahr der IHK, die 150 Jahre alt wird. Im Showprogramm präsentierten die Effenberg Models deshalb eine historische Modenschau mit Ausstellungsstücken des Textilmuseums des NINO-Hochbaus. Die Sängerinnen Jana Schüttmann und Judith Gervens sorgten mit ihrer Begleitung durch Bodo Wolff und Kris Lucas von der Musik Akademie Obergrafschaft für musikalischen Schwung. Moderiert wurde der Empfang von Tobias Romberg, Journalist und Lehrer an der Ursula-Schule in Osnabrück.

Quelle: IHK

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