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IHK macht Dampf beim Breitbandausbau

Kategorie Allgemein, Kammern, Ostfriesland 13. August 2015
IHK macht Dampf beim Breitbandausbau

IHK macht Dampf beim Breitbandausbau

„So, wie jedes Unternehmen ganz selbstverständlich einen Zugang zum Telefonnetz hat – egal, ob es im Ortszentrum oder in einem Dorf ansässig ist – so muss es auch ganz selbstverständlich sein, dass alle unsere Unternehmen bis spätestens 2018 einen Zugang zum schnellen Internet haben. Nur so können sie wettbewerbsfähig bleiben“. Mit diesen Worten unterstrich der Präsident der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK), Wilhelm-A. Brüning, bei der IHK-Vollversammlung auf Norderney die Notwendigkeit eines zügigen Ausbaus des Breitbandnetzes in Ostfriesland und Papenburg.

Gerade Unternehmen in dieser Region seien wegen der Randlage auf ein schnelles Internet angewiesen. Zwar sei die Breitbandversorgung in den vergangenen Jahren durch Investitionen der Telekommunikationsunternehmen in moderne Netze vor allem in den Städten und auf einigen Inseln erheblich besser geworden. Auf dem „flachen Land“ sei davon aber noch nicht überall etwas zu spüren. Nach einer Aufstellung des TÜV-Rheinland im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur erstreckt sich die Breitbandversorgungsquote bei den heute notwendigen 50 Megabit pro Sekunde im IHK-Bezirk von 98 Prozent auf Juist bis auf unter fünf Prozent in Orten wie Firrel und Wirdum.

„Das ist nicht akzeptabel, denn auch in diesen Orten gibt es Betriebe, die auf ein schnelles Internet angewiesen sind“, so Brüning. Brüning begrüßte, dass die Bundesregierung kürzlich eine Rahmen-regelung verabschiedet habe, nach der die Fördermittel für den Breitbandaus-bau verteilt werden sollen. Gleichzeitig appellierte er an die Politik nun auch zügig die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass diese Mittel tatsächlich auch bei den Kommunen ankommen. „Wir brauchen eine möglichst einfache und schlanke Förderpraxis, sonst wird das nichts“, so der IHK-Präsident.

Darüber hinaus fordert die IHK die Politik auf, den bisherigen Förderzeitraum zu überdenken. „Wir gehen nicht davon aus, dass es bis 2018 tatsächlich gelingen wird, in ganz Deutschland eine flächendeckende Versorgung von 50 Megabit pro Sekunde zu erreichen, wie es im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vor zwei Jahren vereinbart wurde“, sagte Brüning.

Zwar sei es richtig, wenn die Politik sich ehrgeizige Ziele setze. Aber diese müssten auch rea-listisch sein. Wilfried Konnemann vom Breitband Kompetenzzentrum Nieder-sachsen mit Sitz in Osterholz-Scharmbeck hatte die Mitglieder der Vollver-sammlung zu Beginn der Sitzung über den Stand der Versorgung in Ostfries-land und Papenburg informiert und die Vorteile bei der Umstellung von Kupfer- auf Glasfaserkabel vorgestellt. „Die Zukunft liegt ganz eindeutig beim Glasfa-serkabel, das wesentlich leistungsfähiger ist als die bisherigen Kupferkabel“, so Konnemann.

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