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IHK Osnabrück: Konjunktur robust, Job-Boom geht weiter

Kategorie Kammern 10. Juni 2015

IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim präsentiert aktuellen Geschäftsbericht

Martin Schlichter (links) und Marco Graf stellten den Geschäftsbericht vor.

Martin Schlichter (links) und Marco Graf stellten den Geschäftsbericht vor. Foto: IHK

„2014 war ein erfolgreiches Jahr. Allerdings gab es auch einige politische Bremsspuren.“ Mit diesen Worten stellte Martin Schlichter, Präsident der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, den IHK-Geschäftsbericht 2014 vor. Neben der Ukraine-Krise sah er auch hausgemachte Probleme. „Die Kombination aus Maut, Mindestlohn und Mütterrente ergibt für mich alles andere als eine nach vorne hin ausgerichtete Wachstumsstrategie“, so der IHK-Präsident.

Dennoch habe der Wirtschaftsraum robust reagiert. Der IHK-Konjunkturklimaindex notiere aktuell bei 114 Punkten und liege damit auf dem langjährigen Durchschnittswert. Für das laufende Jahr prognostizierte er ein Wirtschaftswachstum von unter zwei Prozent.

„Wirtschaft digital“ ist 2015 ein Schwerpunkt

Einen Schwerpunkt setzt die IHK im laufenden Jahr auf das Thema „Wirtschaft digital“, das zugleich bundesweites Schwerpunktthema der IHK-Organisation ist. Dabei geht es nicht nur um den Ausbau der notwendigen Breitbandinfrastruktur. Auch die IHK selbst hat bereits vor längerer Zeit begonnen, wichtige Geschäftsprozesse auf die digitale Welt umzustellen. So beglaubigt die IHK mittlerweile rund die Hälfte der außenwirtschaftsrechtlichen Dokumente digital. Auch jeder dritte neue Ausbildungsvertrag wird mittlerweile online eingetragen.

„Fachkräftesicherung ist eine Herausforderung“

IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf sah in der Fachkräftesicherung eine weitere Herausforderung. „Unsere Region hat acht Jahre Job-Boom hinter sich. Seit 2006 sind die Beschäftigtenzahlen um ein Fünftel gestiegen. Und es deutet nichts darauf hin, dass dieser positive Trend abreißen könnte“, so Graf. Für das laufende Jahr prognostiziert der IHK-Frühindikator Beschäftigung einen weiteren Job-Zuwachs von 2,2 % oder weiteren 6.000 Stellen.

Vor diesem Hintergrund werde es für regionale Betriebe immer schwieriger, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu binden. Daher unterstützte die IHK die Fachkräfteinitiative Niedersachsen. Aktuell engagiere sich die IHK für die Einrichtung von zwei Fachkräftebündnissen, dem Fachkräftebündnis Nordwest für den Raum Osnabrück und dem Fachkräftebündnis Ems-Achse, das unter anderem die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim abdeckt.

Einen Schwerpunkt legt die IHK auf die betriebliche Ausbildung. Mit dem Projekt „Neustart“ sollen junge Menschen, die ihr Studium nicht abschließen, für eine berufliche Qualifizierung gewonnen werden. Das Projekt „Ausbildung Plus“ ermöglicht leistungsstarken Schulabgängern, Aus- und Weiterbildung zu verzahnen. Darüber hinaus beginne die IHK in diesem Jahr mit der Zertifizierung sogenannter „Top-Ausbildungsbetriebe“. Dabei werden solche Betriebe ausgezeichnet, die in besonderer Weise die Anforderungen an eine duale Ausbildung erfüllen.

Der IHK-Geschäftsbericht 2014 kann bezogen werden bei der IHK, Fabian Ettrich.

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