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IHK stellt Studie vor: Wie die Region vom Fernbus-Boom profitieren kann

Kategorie Allgemein, Kammern, Weser-Ems 5. Oktober 2015
Stellten in Oldenburg eine Studie zum Fernbusmarkt vor: (v. l.) Christoph Marquardt (MOBILE ZEITEN, Varel), Autor der Studie, sowie Wolfgang Hilgen (Emil Hilgen, Inh. Günter Hilgen e. K., Friedrichsfehn), Felix Jahn (IHK-Geschäftsführer für den Bereich Verkehr) und Werner Fass (Fass Reisen, Wilhelmshaven). Foto: IHK

Stellten in Oldenburg eine Studie zum Fernbusmarkt vor: (v. l.) Christoph Marquardt (MOBILE ZEITEN, Varel), Autor der Studie, sowie Wolfgang Hilgen (Emil Hilgen, Inh. Günter Hilgen e. K., Friedrichsfehn), Felix Jahn (IHK-Geschäftsführer für den Bereich Verkehr) und Werner Fass (Fass Reisen, Wilhelmshaven). Foto: IHK

Der Fernbus-Markt wächst drei Jahre nach der Marktöffnung
bundesweit und auch im Oldenburger Land. Welches Potenzial für die Region darin steckt und was getan werden muss, um es zu nutzen, hat die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) in einer Studie untersuchen lassen.

Zwei konkrete Empfehlungen, die der Autor der Studie, Christoph Marquardt (Mobile Zeiten, Varel), aus der von ihm erarbeiteten Studie für die IHK ableitet: Eine Erweiterung der Fernbushaltestelle am Oldenburger ZOB und eine zusätzliche Haltestelle am Autohof Cloppenburger Land in Emstek, um das Oldenburger Münsterland besser anzubinden.

Von der Region aus sind mit der Etablierung von neuen Fernbuslinien jetzt neue Ziele direkt und ohne Umsteigen erreichbar – vor allem in Westdeutschland sowie Hamburg, Dresden und Kiel. Marquardt: „Umgekehrt ist aber auch das Oldenburger Land als Zielregion besser erreichbar. Das schafft Kaufkraft und positive Effekte für Tourismus, Gastgewerbe und Handel.“

Es sind überwiegend junge Leute, die den Fernbus nutzen, und zwar meist in der Freizeit und mehrmals jährlich, wie Marquardt bei einer Befragung von Fahrgästen in Oldenburg herausgefunden hat. Über die Hälfte nutzt bereits den Öffentlichen Personennahverkehr, also Bus oder Zug, um zum Fernbus an der Haltestelle zu kommen.

Deshalb punktet auch der Oldenburger ZOB mit seiner Fernbus-Haltestelle. Ihre Lage, Erreichbarkeit und Anbindung werden überwiegend als gut bewertet. Minuspunkte verteilen die befragten Fahrgäste aber in punkto Ausstattung, Verkehrssicherheit und Beschilderung.

Aus Sicht des Autors der Studie und der IHK besteht hier großer Handlungsbedarf, um die Fernbus-Nutzung attraktiver zu gestalten. Hierzu gibt es auch klare Forderungen von Fernbus-Unternehmern der Region, die Oldenburg am ZOB ansteuern.

Werner Fass, Busunternehmer und Fernbusbetreiber aus Wilhelmshaven, meint: „Die Haltestellen-Infrastruktur muss dem Wachstum im Fernbuslinienverkehr Rechnung tragen. Gerade eine so stark frequentierte Station wie am Oldenburger Hauptbahnhof muss erweitert und ausgebaut werden, dazu gehören Überdachungen und Sitzgelegenheiten für Fahrgäste sowie eine Toilettenanlage.“

Wolfgang Hilgen von Emil Hilgen Busreisen, Friedrichsfehn, unterwegs mit MeinFernbus: „Die Anzahl der Haltebuchten an der Oldenburger Fernbushaltestelle muss erhöht werden, auch die Beschilderung vom Bahnhof ausgehend könnte besser sein.“

Mehr Netzintegration, Kommunikation und Kooperation – das empfiehlt die Studie außerdem, um den Fernbus-Boom zum wirtschaftlichen Vorteil der Region zu nutzen. Regionale Akteure wie Wirtschaftsförderungen und Tourismusorganisationen sollten dafür sorgen, dass ÖPNV, Fernbus- und Bahnverkehr optimal aufeinander abgestimmt sind. Dafür, dass das bereits vorhandene Angebot bekannter wird, müssten nicht nur die Busunternehmen, sondern zum Beispiel auch die Kommunen im eignen Interesse sorgen, meint Marquardt. Bei der Verknüpfung von touristischen Angeboten und dem Fernbusangebot sollten Kommunen, Städte und Landkreise und die Metropolregion Nordwest sich abstimmen.

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