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IHK: Verlässliche Energiepolitik gefordert

Kategorie Kammern, Unternehmen 23. Juni 2015

Energiepolitik: IHK fordert verlässliche Rahmenbedingungen

Gruppenbild vor dem Werksgebäude.

Wilhelm Kuipers (2. v.l.), Geschäftsführer der KUIPERS CNC-Blechtechnik GmbH, Meppen, und selbst Mitglied des IHK-Fachausschusses Industrie und Umwelt, informierte die Gäste über aktuelle Produktionsverfahren in der Blechbearbeitung. Foto: IHK

„Eine international wettbewerbsfähige Energieversorgung ist Voraussetzung für den Erfolg der Industrieunternehmen und somit für gesellschaftlichen Wohlstand“, sagte IHK-Vizepräsident und Ausschussvorsitzender Hendrik Kampmann jetzt in der aktuellen Sitzung des IHK-Fachausschusses Industrie und Umwelt bei der KUIPERS CNC-Blechtechnik GmbH & Co. KG in Meppen. Die sich aufgrund staatlicher Eingriffe ständig ändernden Rahmenbedingungen beeinträchtigten Investitionsentscheidungen und gefährdeten den Industriestandort Deutschland.

IHK: Einfluss der Politik auf Energie-Preisentwicklung

Den Einfluss der Politik auf die Energiepreisentwicklung verdeutlichte Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Energieabnehmer e. V. (VEA). Er rechnete vor: „Nur noch 23 Prozent der Energiepreise können durch den Beschaffungsprozess beeinflusst werden, 77 Prozent sind staatlich veranlasste Zusatzkosten.“ Gerade energieintensive mittelständische Unternehmen seien ohne Unterstützung kaum mehr in der Lage, den Überblick über die zahlreichen Ausnahmetatbestände und Sonderregelungen zu behalten. Aktuell plane der VEA regionale Netzwerke zur Energieeffizienz auch in der Region Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, um Unternehmen bei der Optimierung der Energiekosten zu unterstützen.

Bei einer Führung durch den Betrieb informierten sich die Ausschussmitglieder über die Blechbearbeitung. „Blech ist auch nach 10.000 Jahren noch immer ein innovativer Werkstoff“, erklärte Geschäftsführer Wilhelm Kuipers. Verglichen mit anderen Materialien lasse sich Blech nicht nur deutlich leichter verarbeiten, sondern sei zudem vollständig recycelbar. Im Produktionsprozess setze man inzwischen auch Roboter ein. „Für viele Produkte werden Teile mit jederzeit reproduzierbarer Wiederholgenauigkeit benötigt“, so Kuipers. Die Automaten erledigten diese Aufgaben mit gleichbleibend hoher Präzision.

Als weiteres Thema beschäftigten sich die Ausschussmitglieder mit der Umsetzung der Industrieemissionsrichtlinie (IED). Im Sommer 2013 traten im deutschen Umweltrecht aufgrund der IED zahlreiche Änderungen in Kraft. So wurden u.a. den Anlagenbetreibern neue, regelmäßige Berichtspflichten gegenüber ihrer zuständigen Behörde auferlegt. Bernd Hoormann von der ARU Ingenieurgesellschaft mbH in Lingen berichtete über Auswirkungen und erste Erfahrungen mit der Umsetzung in der Praxis.

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