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IHK: Zuwanderung ist ein Gewinn für die Region

Kategorie Allgemein, Politik 9. Juli 2015

IHK-Vollversammlung beschließt Resolution zur besseren Integration

Ein Mann mit Rucksack.

Die IHK IHK-Vollversammlung beschließt eine Resolution zur besseren Integration von Zuwanderern. Foto: DeathtoStock

„Die steigenden Zuwanderungs- und Flüchtlingszahlen zeigen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Ihre Aufnahme ist eine humanitäre Verpflichtung, ihre Integration zugleich eine Chance für Unternehmen, die Fachkräfte suchen.“ Dies erklärte IHK-Präsident Martin Schlichter auf der aktuellen Sitzung der IHK-Vollversammlung in Haren.

Aus Sicht der IHK-Vollversammlung müssen Zuwanderer allerdings noch besser integriert werden. Dafür hat sie jetzt einstimmig die Resolution „Zuwanderung und Integration für Wirtschaft und Gesellschaft“ beschlossen.

In den vergangenen knapp zehn Jahren sei die Zahl Beschäftigten in der Region um 45.000 Personen gestiegen. Dies sei unter anderem deshalb möglich gewesen, weil die Zahl der Ausländer im IHK-Bezirk überproportional zunahm – immerhin um rund 50 % gegenüber der Jahrtausendwende. Insgesamt leben mittlerweile knapp 83.000 Ausländer im IHK-Bezirk. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt zwischen knapp 6 % im Landkreis Osnabrück und 12 % im Landkreis Grafschaft Bentheim.

Einwanderer können nach Auffassung der IHK einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Dafür sei allerdings eine entsprechende Willkommenskultur erforderlich. So müsse insbesondere deren Sprachkompetenz aktiver gefördert werden. Dazu müssten Bund und Länder Förderlücken bei den Sprachkursen schließen. „Es kann nicht sein, dass Finanzmittel für Qualifizierungen von bereits gut ausgebildeten ausländischen Fachkräften bereit stehen, nicht aber für dringend benötigte Deutschkurse“, erklärte der IHK-Präsident. Auch müssten die Verfahren zur Anerkennung von Berufsqualifikationen besser bekannt gemacht werden. Hier biete die IHK Unterstützung an. Insgesamt müsse das Zugangsverfahren zum deutschen Arbeitsmarkt verkürzt werden. Die frühzeitige Erfassung der Kompetenzen in den Landesaufnahmebehörden – unter anderem in Bramsche und in Osnabrück – durch die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter seien ein wichtiger Schritt.

Die vollständige Resolution kann hier abgerufen werden.

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