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Immer mehr Firmen suchen dringend Azubis

Kategorie Kammern, Unternehmen 17. April 2015

IHK: Die Zahl der unbesetzten Lehrstellen steigt weiter

Symbolbild: Hand hält karte mit "Jetzt bewerben" hoch.

IHK: Die Zahl der unbesetzten Lehrstellen steigt weiter.

Der Anteil der Unternehmen, die nicht alle Ausbildungsplätze besetzen können, steigt weiter an. Das teilte die Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim dem Handelsforum mit. Bereits bei mehr als jedem vierten Betrieb in der Region seien Ausbildungsplätze in IHK-Berufen frei geblieben. „Das entspricht etwa 850 Ausbildungsstellen und ist der höchste Wert seit 2010. Trotz der Probleme, Auszubildende zu finden, will der Großteil der Unternehmen (84 %) sein Ausbildungsangebot aufrechterhalten oder ausbauen. Dies ergab die Ausbildungsumfrage der Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim (IHK), an der sich über 100 Unternehmen beteiligten“, heißt es von Seiten der IHK.

Immer mehr Lehrstellen bleiben unbesetzt

Als Hauptgrund für die Besetzungsprobleme gaben die Unternehmen, in denen Ausbildungsstellen unbesetzt blieben, an, dass keine geeigneten Bewerbungen vorlagen. Die Betriebe reagieren auf die rückläufigen Bewerberzahlen, indem sie Praktikumsplätze anbieten, ihr Ausbildungsmarketing weiter verbessern und mit Schulen kooperieren. Außerdem werben sie verstärkt um neue Bewerbergruppen, beispielsweise um Studienabbrecher. Zudem kooperieren sie in Form von dualen Studiengängen mit Hochschulen, um leistungsstarke Schulabgänger zu gewinnen.

„Aber auch leistungsschwächere Jugendliche haben die Chance auf einen Ausbildungsplatz“, betont Hans-Jürgen Falkenstein, stv. IHK-Hauptgeschäftsführer. Denn Mängel in der Ausbildungsreife, besonders bei den Rechenfertigkeiten, bei Leistungsbereitschaft, Disziplin und Ausdrucksvermögen versuchen Ausbildungsbetriebe zu beheben. Dazu bietet jedes zweite Unternehmen seinen Auszubildenden eigene Nachhilfe an, viele nutzen auch die ausbildungsbegleitenden Hilfen der Agenturen für Arbeit. „Die Betriebe unterstützen ihre Auszubildenden, um ihnen eine erfolgreiche Ausbildung zu ermöglichen“, so Falkenstein.

Insgesamt stellt knapp die Hälfte der Unternehmen Ausbildungshemmnisse fest. Dies sind vor allem die unklaren Berufsvorstellungen der Schulabgänger. Darüber hinaus beobachten die Betriebe, dass die Bewerber ihre größeren Spielräume nutzen: Sie entscheiden sich häufiger für einen anderen Wettbewerber oder für einen anderen Bildungsweg.

Jugendliche, die dieses Jahr die Schule verlassen und sich noch nicht um einen Ausbildungsplatz beworben haben, können das jetzt noch tun. In der IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenbörse.de) sind für 2015 noch viele Ausbildungsangebote eingestellt. Außerdem sollten Schulabgänger sich immer auch an die Agenturen für Arbeit wenden. Denn rund 70 % der Unternehmen melden dort ihre Ausbildungsplätze.

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