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Internet wächst auf Kosten traditioneller Medien

Kategorie Online 16. Juni 2015

Beschäftigung: Starke Unterschiede bei Verlagen und Werbewirtschaft

Das Verlagswesen und die Werbebranche waren lange zumindest in Teilen aufeinander angewiesen. Die Entwicklung der Beschäftigten in beiden Bereichen verläuft zuletzt aber selten parallel. Im Gegenteil: Seit einigen Jahren verläuft sie sogar stark gegensätzlich.

Infografik: Beschäftigung: Starke Unterschiede bei Verlagen und Werbewirtschaft | Statista

 

Das betonte jetzt das Statistik-Portal „statista“ in einer aktuellen Untersuchung. Während im Verlagswesen fast in jedem Halbjahr Stellen abgebaut würden, stelle die Werbebranche seit der Krise wieder ein. Sie bediene zunehmend auch neue Märkte, die ohne die alten klassischen Werbeträger auskämen, etwa Soziale Medien. „Was auf der einen Seite neue Tätigkeitsfelder schafft, sorgt auf der anderen Seite für Einnahmeeinbußen und nicht selten Stellenstreichungen“, so „statista„.

Traditionelle Medien wie Zeitungen leiden unter dem Internet

Ohnehin haben laut „statista“ die traditionellen Medien immer mehr unter der vermehrten Nutzung des Internets durch die User zu kämpfen. Rund 84 Prozent mehr Zeit als noch vor fünf Jahren verbringen Menschen weltweit täglich im Internet. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung zur Entwicklung der Mediennutzung von ZenithOptimedia hervor.
Infografik: Internet wächst auf Kosten traditioneller Medien  | Statista

 

Verbrachten Menschen 2014 im Schnitt 110 Minuten im Netz, waren es 2010 lediglich 60 Minuten. Im selben Zeitraum ist die Nutzung traditioneller Medien (TV, Zeitungen/Zeitschriften, Radio, Kino) von 402 auf 376 Minuten pro Tag zurückgegangen. Besonders betroffen von der Veränderung des Medienkonsums sind Printprodukte; so ist beispielsweise die Zeitungsnutzung gegenüber 2010 um rund 26 Prozent zurückgegangen.

Genutzte Medien zur Informationsbeschaffung

Um sich über das Tagesgeschehen und persönliche Interessensgebiete zu informieren, nutzen fast alle Deutschen den Fernseher (95 Prozent), gefolgt vom Radio (84 Prozent), Zeitungen und Zeitschriften (81 Prozent) und dem Internet (55 Prozent). Das geht aus der Studie „Netzgesellschaft“ des Digitalverbandes „Bitkom“ hervor. Vergleicht man demnach die Altersgruppen, sind bei der Fernseh- und Radionutzung kaum Unterschiede festzustellen. Bei der Nutzung von Print-Medien fallen jedoch die 14-29-Jährigen gegenüber den anderen Altersgruppen deutlich ab. Je jünger die Nutzer sind, umso häufiger wird das Internet genutzt, um sich über das Tagesgeschehen und persönliche Interessen zu informieren. So hat das Internet bei den unter 30-Jährigen Zeitungen und Zeitschriften bereits eingeholt.

Die beliebtesten Informationsquellen im Internet sind Webseiten von Radio- und TV-Sendern. Die Hälfte der Internetnutzer (49 Prozent) greift darauf zurück, darunter am häufigsten Personen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren (61 Prozent). An zweiter Stelle folgen Webseiten von Tageszeitungen und politischen Magazinen (42 Prozent). Männer informieren sich darüber etwas häufiger (44 Prozent) als Frauen (40 Prozent). Am stärksten vertreten sind 30-49-jährige User. Auf Rang drei stehen Online-Fachmedien (33 Prozent), die am häufigsten von Personen im Alter zwischen 50 und 64 Jahren genutzt werden (40 Prozent). Es folgen Webseiten von Fachzeitschriften (31 Prozent) und reine Online-Nachrichtenangebote (21 Prozent), die tendenziell eher das jüngere Publikum erreichen.

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