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Jugendarbeitslosigkeit: Deutschland „liegt ganz unten“

Kategorie Politik 24. März 2015

Die Jugendarbeitslosigkeit trifft Deutschland längst nicht so hart wie andere Staaten der EU. Nach einer Ausarbeitung des Statistisches Bundesamtes (statista) sind vor allem Länger wie Griechenland, Spanien, Kroatien oder auch Italien von einer äußerst hohen Jugendarbeitslosigkeit betroffen. Hier liegt die Quote bei weit über 40 Prozent, in Spanien sind sogar 53,5 Prozent der jungen Menschen ohne Job oder Ausbildungsplatz. Im Vergleich dazu kann Deutschland im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit auftrumpfen: Mit nur 7,4 Prozent steht die Bundesrepublik ganz unten in der Tabelle, die von November 2014 stammt.

Grafik zur Jugendarbeitslosigkeit

Jugendarbeitslosigkeit: Gut 258000 junge Menschen waren im Februar 2015 in Deutschland ohne einen Job. Grafik: statista

Das Handelsforum hat sich die Zahlen zur Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland einmal näher angeschaut. Dass die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland schwankt, ist nicht neu. Als jedoch die europäische Statistik im November vergangenen Jahres erstellt wurde, lag die Quote in Deutschland auf einem absoluten Tiefststand. Gut 222.000 Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren waren damals ohne Job oder Lehrstelle. Inzwischen ist die Zahl (Februar 2015) wieder auf knapp 260.000 angestiegen.

Vor allem in Nordrhein-Westfalen sind viele junge Menschen ohne einen Job. Immerhin waren hier im Februar 2015 gut 70.000 Jugendliche und junge Erwachsene ohne Arbeit. Beeindruckend ist, dass gleich hinter NRW das Bundesland Bayern die Statistik mit anführt. Hier waren im Februar 2015 immerhin gut 28.000 junge Menschen ohne Arbeit. Gleich danach folgt schon Niedersachsen mit rund 27000 jungen Menschen ohne einen Job. Schlusslicht bei der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland bildet das Saarland mit gerade einmal 3381 jungen Menschen ohne Job.

Die Arbeitslosigkeit insgesamt wird in diesem Jahr um rund 110000 auf 2,79 Millionen Personen im Jahresdurchschnitt sinken. Das geht aus der gerade veröffentlichten Frühjahrsprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Die Zahl der Erwerbstätigen wird demnach um 350000 auf 43 Millionen steigen. Positiv wirkt sich die Entwicklung der deutschen Wirtschaft aus. Für das laufende Jahr erwarten die Ökonomen des IAB ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,9 Prozent. „Insgesamt erweist sich die Konsumnachfrage als wichtigste Stütze der Konjunktur“, so die IAB-Forscher. Trotz der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der insgesamt schleppenden Entwicklung in der Eurozone hat sich in Deutschland auch der Export gut entwickelt. Der schwache Eurokurs begünstigt den Absatz deutscher Exportgüter im Ausland.

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