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Klassische Branchen beleben IHK-Statistik

Kategorie Kammern, Unternehmen 6. Juli 2015
Ein Mann und eine Frau vor einem Flipboard.

Im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg haben im vergangenen Jahr 2.752 Unternehmer ein neues Gewerbe angemeldet.

Im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg haben im vergangenen Jahr 2.752 Unternehmer ein neues Gewerbe angemeldet. Nach zwei gründungsschwachen Jahren wurde damit ein moderater Anstieg der Gründungszahlen erreicht. Das ist das Ergebnis des Ende Mai vorgestellten IHK-Gründerreports.

„Entgegen des landesweiten Trends sinkender Anmeldungszahlen und dem vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) registrierten Negativrekord, zeigt sich das Gründungsgeschehen in der Region stabil“, sagt Hartmut Neumann, IHK-Referent für Standortpolitik.

Insgesamt habe die anhaltend hohe Nachfrage der Unternehmen nach Fachkräften am Personalmarkt jedoch nach wie vor große Auswirkungen auf das Gründungsgeschehen. Es bestätige sich immer wieder eine enge Korrelation zwischen Arbeitsmarktlage und Gründungsstatistiken. Für viele Existenzgründer wäre ein sicheres Angestelltenverhältnis weitaus attraktiver als der risikobehaftete Weg in die Selbstständigkeit, so Neumann.

Deutliche Verschiebungen registrierte die IHK bei der Branchenwahl der Existenzgründer. Die in der Vergangenheit zwar anteilig größten aber hinsichtlich der Gründungszahlen stark rückläufigen Branchen, Handel und Dienstleistungen, konnten im vergangenen Jahr eine Trendwende für sich verbuchen. Beide Bereiche waren für Gründer wieder sehr viel interessanter und verzeichneten Zuwächse in der Gründungsstatistik.

Erhebliche Einbußen hinsichtlich neu angemeldeter Gewerbe ergaben sich dahingegen für die Branche der Energieversorgung. Hier registrierte die IHK den niedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre.

Dies sei nicht zuletzt eine deutliche Konsequenz der Unsicherheiten der angehenden Unternehmer gegenüber der im August 2014 in Kraft getretenen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), erklärt Neumann.

Sehr erfreulich sei jedoch, dass sich nach vier Jahren konstanten Wachstums der Industriesektor hinsichtlich der Gründungszahlen als drittstärkster Wirtschaftszweig in Ostfriesland und Papenburg etablieren konnte.

In diesem Bereich begleite die IHK häufig Unternehmensgründungen, die aufgrund ihrer Rechtsform oder des wirtschaftlichen Umfangs eine Eintragung in das Handelsregister voraussetzen.

„Weil Handelsregisterunternehmen statistisch gesehen eine besonders hohe Marktbeständigkeit aufweisen,  spielen sie für die wirtschaftliche und strukturelle Entwicklung der Region eine besonders große Rolle“, erläutert Neumann.

Bei Analyse der Überlebensquoten der Unternehmen zeigte sich im Gründerreport deutlich, dass gerade die ersten Jahre nach Markteintritt entscheidend für eine dauerhafte Marktbeständigkeit sind. Insbesondere für Kleingründungen, wie etwa Einzelunternehmen oder Zusammenschlüsse als Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR), stellten diese jedoch auch eine besonders große Herausforderung dar.

Die IHK errechnete, dass von den Kleingewerbetreibenden, die ihr Unternehmen im Jahr 2010 gegründet haben, heute lediglich noch rund 55 Prozent am Markt aktiv sind. Im gleichen Zeitraum konnten jedoch 67 Prozent der Handelsregisterunternehmen ihren Gewerbebetrieb erfolgreich aufrechterhalten können.

Immer wieder werde laut IHK jedoch deutlich, dass vor allem eine intensive Vorbereitung der Existenzgründung über die spätere Konkurrenz- und Marktfähigkeit des Unternehmens entscheidet.

Der IHK-Gründerreport steht als Download zur Verfügung.

Erst vor kurzem hatte das Handelsforum über den Gründerpreis Nordwest berichtet. Zahlreiche neu gegründete Unternehmen aus dem Weser-Ems-Gebiet hatten sich darum beworben.

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