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Konjunktur: IHK Oldenburg ist optimistisch für dieses Jahr

Kategorie Finanzen, Kammern 21. April 2015

IHK Oldenburg: Industrie 2014 mit Einbußen – 20 Milliarden Umsatz

Symbolbild für steigende Konjunktur.

Konjunktur: IHK Oldenburg ist optimistisch für dieses Jahr.

Ein fulminanter Start, dann eine ausgeprägte Schwächephase und schließlich eine Belebung zum Jahresende – die Wirtschaft im Oldenburger Land hat 2014 eine Berg- und Talfahrt erlebt. Sie war einerseits konfrontiert mit wirtschaftlichen Risiken weltweit, andererseits mit einem niedrigen Eurokurs und fallenden Ölpreis, aber auch kostenträchtigen Reformprojekten im Inland. So fasste der Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), Dr. Joachim Peters, das Jahr 2014 zusammen.

IHK: Klimaindex steht bei 113,2 Punkten

Derzeit steht der IHK-Konjunkturklimaindex, das wichtigste Stimmungsbarometer der regionalen Wirtschaft, bei 113,2 Punkten, nach 119,3 im Vorquartal, wie Peters auf der Jahrespressekonferenz der IHK erläuterte. Der Industrieumsatz fiel 2014 um 0,8 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro. Das höchste Umsatzplus erzielten mit 8 Prozent die Industrieunternehmen in Delmenhorst; stark rückläufig war mit minus 7 Prozent die Entwicklung in Wilhelmshaven. Das Geschäft mit dem Ausland war ebenfalls rückläufig. Der Exportumsatz sank um 1,9 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Die Exportquote, also der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, betrug 25,8 Prozent (Vorjahr: 26,1 Prozent).

IHK: Zahl der Beschäftigten gestiegen

Das Ernährungsgewerbe im Oldenburger Land konnte 2014 seine führende Position nicht ausbauen und musste Einbußen hinnehmen. Kunststoffindustrie, Fahrzeugbau und Maschinenbau haben hingegen zugelegt. Trotz des insgesamt leichten Umsatzrückgangs in der Industrie stieg die Zahl der Beschäftigten um 1,2 Prozent auf 60.600. Das heißt, die Industriebetriebe haben 2014 rund 700 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der Einzelhandel hat das Jahr 2014 mit zufriedenstellenden Umsätzen beendet. Das gilt auch für die regionale Dienstleistungswirtschaft. Besonders die Immobilienbranche erlebte einen Boom, denn Immobilen waren angesichts fehlender lukrativer Anlagealternativen gefragt.

„Konjunkturelle Erheolung in 2015“

„Für eine konjunkturelle Erholung im laufenden Jahr spricht Vieles“, sagte Peters. „Dazu gehören der niedrigere Ölpreis, die gute Arbeitsmarktlage mit spürbaren Lohnzuwächsen und die anhaltenden Niedrigzinsen. Allerdings unterstützen diese Sonderfaktoren die ohnehin schon starken Wachstumskomponenten Bauwirtschaft und Konsum.“ Bei den Ausfuhren sei der alte Schwung noch nicht wieder erreicht. Peters: „Das Grundtempo der Weltwirtschaft ist langsamer als vor der Krise 2007. Zudem darf der niedrigere Eurokurs nicht die Illusion einer höheren Wettbewerbsfähigkeit erzeugen. Eine schwache Währung entspricht meist einer schwächeren Wirtschaft. Reformen bleiben daher unerlässlich, um Europa wirtschaftlich voranzubringen. Auch Deutschland muss hierzu einen Beitrag leisten.

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