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KS-Präzisionstechnik mit Innovationspreis ausgezeichnet

Kategorie Allgemein, Kammern 14. November 2015
HWK Aurich

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Kai-Eric Sandvoß und seine zehn Mitarbeiter von der KS-Präzisionstechnik GmbH & Co. KG in Aurich haben eine Marktnische entdeckt. Sie entwickelten die „elaxa®“-Akkuschere, für die das Unternehmen kürzlich mit dem 2. Platz des Innovationspreises der Karl-Möller-Stiftung ausgezeichnet wurde. Zur Verleihung gratuliert Albert Lienemann, Präsident der Handwerkskammer für Ostfriesland: „Die Auszeichnung zeigt einmal mehr, wie hochmodern und erfindungsreich das ostfriesische Handwerk ist. Der innovative Mittelstand trage erheblich zum wirtschaftlichen Wachstum der Region bei.

Die KS-Präzisionstechnik bietet Problemlösungen in der Betriebs- und Fertigungstechnik an. Für die Entwicklung einer neuartigen Akkuschere wurde das Unternehmen jetzt mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.

 

Ostfriesland. Kai-Eric Sandvoß und seine zehn Mitarbeiter von der KS-Präzisionstechnik GmbH & Co. KG in Aurich haben eine Marktnische entdeckt: „Wir haben verschiedene Technologien weiterentwickelt und ganz neu kombiniert“, erzählt Sandvoß. Heraus kam die „elaxa®“-Akkuschere, für die das Unternehmen kürzlich mit dem 2. Platz des Innovationspreises der Karl-Möller-Stiftung ausgezeichnet wurde. Zur Verleihung gratuliert Albert Lienemann, Präsident der Handwerkskammer für Ostfriesland: „Die Auszeichnung zeigt einmal mehr, wie hochmodern und erfindungsreich das ostfriesische Handwerk ist. Der innovative Mittelstand trage erheblich zum wirtschaftlichen Wachstum der Region bei.

Ursprünglich als Ein-Mann-Feierabend-Unternehmen 2004 gegründet, hat sich die KS-Präzisionstechnik heute als Systemdienstleister rund um den Werkzeug- und Formenbau sowie im Bereich für Handhabungs- und Automatisierungstechnik etabliert. „Wir sind mit Leib und Seele Werkzeugbauer“, sagt der 45-jährige Feinwerkmechanikermeister. Kunden beauftragen die „innovativen Problemlöser“, wenn in der Betriebs- oder Fertigungstechnik neue technische Wege gesucht werden. So entstand auch die Idee zur Akkuschere. Ein Auftraggeber aus der Windkraftindustrie trat an den Handwerksbetrieb mit einem heiklen Problem heran: Für Verstärkungselemente an Bauteilen mussten Matten aus Kohlefasern zugeschnitten werden. Wenn dieses Material mit netzbetriebenen Elektro-Scheren bearbeitet wird, entstehen leitende Stäube, die Kurzschlüsse verursachen können. „In entsprechend staubiger Atmosphäre kann ein Funken vom Kollektor sogar eine Verpuffung auslösen“, erklärt Sandvoß.

Pneumatisch betriebene Scheren waren zu der Zeit die am Markt verfügbare Alternative. Diese weisen nach Angaben des Feinwerkmechanikermeisters aber zum Teil erhebliche Nachteile auf: Druckluft als Energieträger ist teuer, die Schläuche unhandlich und die Geräte meist für die Mitarbeiter, die den ganzen Tag mit ihnen arbeiten müssen, viel zu schwer. Eine leichte, batteriebetriebene Maschine musste her.

Die Eckpunkte wurden schnell definiert: leistungsfähig und auch von kleinen Händen zu umfassen, sollte das Gerät sein, unempfindlich gegen leitende Stäube, werthaltig, einfach zu bedienen und zu warten. Für die Entwicklungsphase nahm er die Beratungshilfe der Handwerkskammer für Ostfriesland in Anspruch und konnte aus dem niedersächsischen Innovationsfördertopf finanzielle Zuschüsse erhalten.

Vor zwei Jahren war es dann soweit: Die elaxa®-Akkuschere kam als Werkzeugsystem im Kunststoffkoffer auf den Markt. Eine knapp 900 Gramm leichte, ergonomische Maschine, die im Be- und Zuschnitt von ein- oder mehrlagigen technischen Geweben beispielsweise in der Luftfahrt, im Schiffbau, in der Autoindustrie oder in der Prothetik zum Einsatz kommen kann. Der Clou: Das Schneidwerkzeug lässt sich mühelos mit wenigen Handgriffen wechseln.

Mittlerweile hat die KS-Präzisionstechnik die Akkuschere „Made in Aurich“ nicht nur in Deutschland, sondern auch in England, Belgien, Dänemark und den Niederlanden verkauft. Als Ziel hat sich Sandvoß Verkaufszahlen von 150 bis 200 Stück im Jahr gesetzt und dafür die Handelsvertretung „RH Schneidtechnik“ in Solingen mit ins Boot geholt. So kann sich der „Mann aus der Werkstatt“, wie er sich selbst bezeichnet, wieder der nächsten Problemlösung widmen.

Mehr unter www.elaxa.de oder auf der Firmenwebseite www.ks-praezisionstechnik.de

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