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Milchmarkt: Preise für Butter und Käse gesunken

Kategorie Landwirtschaft 11. Juni 2015

Landwirte melken 2015 trotz Ende der Milchquote bisher weniger Milch als 2014

Eine Kuh auf der Weide.

Die Landwirte melken 2015 trotz Ende der Milchquote bisher weniger Milch als 2014. Foto: Hans-Peter Heikens

Seit dem 1. April 2015 gilt die Milchquote nicht mehr als Mengenbeschränkung – dennoch lieferten Landwirte im laufenden Jahr bisher weniger Milch an deutsche Molkereien als 2014. Als 2013 überdurchschnittlich hohe Milchpreise gezahlt wurden, erhöhten viele Milchbauern die Erzeugung. Im Laufe des Jahres 2014 verringerte sich jedoch die Nachfrage nach Milchprodukten am Weltmarkt, sodass es zu rückläufigen Preistendenzen kam, die seitdem anhalten. Gründe für die sinkende Nachfrage waren unter anderem ein zurückhaltendes Einkaufsverhalten der Chinesen, der Hauptabnehmer für deutsches Milchpulver, sowie die Konflikte mit Russland. Verbraucher können sich indessen über gesunkene Preise, zum Beispiel für Trinkmilch, Butter und Käse, freuen.

Die Erzeugerpreise sind inzwischen so weit gesunken, dass es vielen Milchbauern nicht mehr sinnvoll erscheint, kurzfristig mehr Milch zu melken. Einzelne Betriebe versuchen allerdings, über eine erhöhte Produktionsmenge die durch die gesunkenen Preise entgangenen Erlöse auszugleichen.

Der deutsche Milchmarkt wird auf der Angebotsseite durch eine typische saisonale Entwicklung bestimmt. Von Mitte Mai bis November liefern die Landwirte überwiegend weniger Milch an die Molkereien. Über die Winter- und Frühjahrsmonate steigt die Milchmenge hingegen üblicherweise an. Marktbeobachter gehen deswegen davon aus, dass mit der zu erwartenden knapperen Versorgung im kommenden Herbst auch die Erzeugerpreise für Milch wieder steigen werden. Wie dauerhaft und nachhaltig dieser Anstieg sein wird, hängt allerdings maßgeblich von der internationalen Nachfrage nach Milchprodukten und der weiteren Entwicklung des internationalen Angebots ab. Länder wie Neuseeland, die USA und Argentinien stehen dort mit der Europäischen Union im Wettbewerb.

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