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Oldenburg: Politik begeistert vom örtlichen Handwerk

Kategorie Kammern, Unternehmen 3. Juli 2015

„Handwerkstour“ zeigt Betriebe in der Stadt Oldenburg

Besuchergruppe vor einem Kühlgerät.

Schweigatz: Um Kühlung von Rechenzentren ging es bei der Firma Schweigatz Heizungs- und Sanitärbau GmbH. Kälteanlagenbauermeister Martin Lehbrink (Mitte) erklärt den Aufbau einer solchen Anlage. Foto: Handwerkskammer

Die Stadt Oldenburg hat viel zu bieten – auch interessante Handwerksbetriebe. Die beiden Landtagsabgeordneten Ulf Prange (SPD) und Susanne Menge (Bündnis 90 / Die Grünen) haben sich an diesem Donnerstag ein Bild von drei Betrieben aus unterschiedlichen Branchen gemacht. Organisiert wurde die Tour von der Handwerkskammer Oldenburg.

„Die Idee zu diesem Tag entstand im Januar bei unserer Exporttour. Dort haben wir ebenfalls mit Vertretern aus der Politik verschiedene Betriebe im Kammerbezirk besucht, die sich auf den Bereich des Exports spezialisiert haben. Warum das Konzept also nicht auch für die Stadt Oldenburg anwenden?“, erklärte Manfred Kurmann, Präsident der Handwerkskammer, die Entstehung der „Handwerkstour“. Beispielhaft wurden drei Handwerksbetriebe ausgewählt und nacheinander besucht.

Die Tour begann bei der Heinz Harms GmbH Dachdeckerei. Seit über 45 Jahren betreut das Unternehmen Umbau-, Ausbau-, und Neubauvorhaben. René Hillmer, Geschäftsführer und Inhaber, berichtete, wie er vor fünf Jahren den Betrieb übernommen hat und welche Herausforderungen dies mit sich brachte. „Meine Meisterausbildung hat mir vor allem für die betriebswirtschaftliche Arbeit viel gebracht“, so Hillmer.

Pünktlich zur Mittagszeit ging es zum Oldenburger Traditionsunternehmen „Meerpohl Spezialitäten-Fleischerei GmbH“. Mittlerweile in der vierten Generation führen Sabine und Andreas Meerpohl den Betrieb, der sich seit 1903 immer wieder stark verändert hat. Das Herzstück ist immer noch die Produktion von Fleisch- und Wurstwaren nach Familienrezept für das eigene Fachgeschäft und den regionalen Groß- und Einzelhandel. Doch das Unternehmen hat sich mit einem Partyservice und einem Restaurant mit Frühstücks- und Mittagsangebot ein weiteres Standbein aufgebaut. Bei der Besichtigung der Fleischerei war „Hygiene“ höchstes Gebot. „Wir müssen natürlich allen Auflagen entsprechen das ist vor allem für unsere Branche sehr wichtig“, weiß Meerpohl.

Die letzte Etappe führte die Gruppe zur Firma „Schweigatz Heizungs- und Sanitärbau GmbH“, die seit 25 Jahren am Markt ist. In dieser Zeit hat sich die Mitarbeiterzahl von zwei auf über 170 Mitarbeiter, welche an fünf Standorten beschäftigt sind, gesteigert. Das Kerngeschäft ist zukunftsweisend. Bei einem Rundgang erläutert Geschäftsführer Oliver Schweigatz die Idee, mit möglichst umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Technologien zu arbeiten. Das kommt nicht nur in Oldenburg gut an. Die kundenspezifisch gefertigten Klimaschränke sind zum Beispiel für Erdölförderanlagen in den Niederlanden, Italien, Saudi Arabien oder Malaysia im Einsatz.

„Wir freuen uns sehr darüber, der Politik so interessante Einblicke in Handwerksunternehmen der Stadt Oldenburg bieten zu können. Es gibt nichts Besseres als diese Betriebe direkt vor Ort zu besuchen und sich selber ein Bild von deren Schaffenskraft zu machen“, fasste Kurmann den Tag zusammen. Dem stimmten auch die Abgeordneten Menge und Prange zu: „Wir sind von der Tour sehr begeistert. Es ist wichtig, direkt miteinander zu reden, um gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufzubauen. Der Tag hat uns gezeigt, dass die Politik die Region und damit auch die Handwerksunternehmen stärken muss.“

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