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Reedereien an der Ems diskutierten Zukunftsstrategien

Kategorie Politik 22. Mai 2015
Gemeinsam aktiv für die maritime Wirtschaft an der Ems: Dr. Torsten Slink (IHK Ostfriesland und Papenburg), Staatssekretärin Daniela Behrens (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft Arbeit und Verkehr), Alfred Hartmann (Verband Deutscher Reeder), Marco Graf (IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim). Foto:IHK

Gemeinsam aktiv für die maritime Wirtschaft an der Ems: Dr. Torsten Slink (IHK Ostfriesland und Papenburg), Staatssekretärin Daniela Behrens (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft Arbeit und Verkehr), Alfred Hartmann (Verband Deutscher Reeder), Marco Graf (IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim). Foto:IHK

Eine wettbewerbsfähige und leistungsstarke Hochseeflotte ist für die Exportnation Deutschland von hoher gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Etwa 95 Prozent des interkontinentalen Warenaustausches erfolgen insgesamt über den Seeweg. Deutschland transportiert etwa 60 Prozent seiner Warenexporte und einen Großteil seiner Rohstoffimporte per Seeschiff.

„Hinzu kommt für den Ems-Raum noch eine starke regionalwirtschaftliche Komponente: Mit den Städten Haren, Leer, Papenburg und Emden liegen gleich mehrere der wichtigsten deutschen Reedereistandorte in der Region“, so die beiden Hauptgeschäftsführer Marco Graf (IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim) und Dr. Torsten Slink (IHK für Ostfriesland und Papenburg) bei der Begrüßung von mehr als 50 Vertretern der Reedereiwirtschaft zu einer von beiden Kammern gemeinsam initiierten Fachkonferenz in der Seefahrtsschule Leer. Zu den Teilnehmern gehörte mit Alfred Hartmann unter anderem der Präsident des Verbands Deutscher Reeder.

Beide IHK-Hauptgeschäftsführer betonten, dass es das gemeinsame Ziel aller Akteure an der Küste sein müsse, auch zukünftig eine tragfähige Grundlage für den Betrieb von Schiffen unter deutscher Flagge und für einen deutschen Schifffahrtsstandort zu schaffen.

Die Niedersächsische Landesregierung, vertreten durch Staatssekretärin Daniela Behrens vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, stellte ebenfalls klar, dass die Reedereibranche, die sich seit mehr als fünf Jahren in schwierigem Fahrwasser befindet, auch weiter auf die Unterstützung des Landes zählen kann: „Wir wollen den Schifffahrts- und Reedereistandort Deutschland sichern und zukunftsfest aufstellen.“ Mögliche Wege seien dabei eine dauerhafte Befreiung von der Versicherungssteuer bei Erlöspools und eine Änderung des Einkommenssteuergesetzes, um den Lohnsteuereinbehalt der Reedereien von 40 % auf 100 % zu erhöhen.

Dass der Markt sehr wohl Chancen für eine erfolgreiche Restrukturierung bietet, wurde auch in den folgenden Beiträgen deutlich. Prof. Dr. Burkhard Lemper vom Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik in Bremen sieht bei den Charterraten für Seeschiffe, allerdings abhängig von der individuellen Größenklasse, Licht am Ende des Tunnels. Anschließend zeigten Prof. Dr. Stephan R. Göthel und Dr. Oliver Rossbach vom Beratungsunternehmen Pier 11 aus Hamburg mögliche gesellschaftsrechtliche und finanztechnische Handlungsoptionen auf.

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