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Sommer 2015: Hitze bremst auch die Wirtschaft aus

Kategorie Unternehmen 4. Juli 2015

Wirkungsgrad von Photovoltaikanlagen nimmt bei hoher Hitze ab und das Wasser wird teilweise knapp

Sonne scheint durch ein Rollo.

Temperaturen von 35 Grad im Schatten lassen die Deutschen mächtig schwitzen.

Lange ließ der Sommer 2015 auf sich warten, nun ist er da – und das mit aller Macht. Und schon rückt die Hitze einigen zu Leibe. Ob das Jahr jedoch auf eine ähnlich hohe Durchschnittstemperatur kommen wird, wie das vergangene, muss sich noch zeigen. 2014 wurden 10,3 Grad Celsius als Durchschnittstemperatur vermerkt – Rekord seit Aufzeichnungsbeginn und erstmals mehr als 10 Grad.

Die Grafik zeigt die Jahre mit der höchsten Durchschnittstemperatur in Deutschland seit 1881.

Infografik: Die wärmsten Jahre in Deutschland | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Inzwischen hat die Hitze auch Auswirkungen auf die Wirtschaft. So wird beispielsweise der Wirkungsgrad von Photovoltaik Modulen unter anderem durch hohe Temperaturen negativ beeinflusst. Das heißt, wenn im Sommer das solare Strahlungsangebot hoch ist und gleichzeitig sehr hohe Außentemperaturen herrschen, nimmt der Wirkungsgrad der Photovoltaikanlage ab, erklärte die Christian Münch GmbH in Bad Homburg. Um eine Überhitzung der Solarmodule zu vermeiden, werden diese wenn möglich in einem gewissen Abstand zum Dach montiert. Damit wird eine Hinterlüftung zur Kühlung der Module sichergestellt. Bei länge anhaltender Hitze und hohen Temperaturen würde die Lüftung jedoch nicht mehr funktionieren und die Anlagen würden buchstäblich schlapp machen.

Und noch einer leidet unter der Hitze – der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV). Dieser appellierte inzwischen an die Kunden, Leitungswasser während der Hitzephase sparsam zu verwenden. Am Donnerstagabend (02.07.2015) kam es in Teilen von Lohne und Steinfeld (Landkreis Vechta) zu einem Versorgungsengpass. Obwohl die Wasserwerke auf Hochtouren laufen, reichte der Druck im Netz zeitweise nicht mehr aus, um die gesamte Region mit Wasser zu versorgen. In der Nacht entspannte sich die Lage wieder deutlich. Am Donnerstag verzeichnete das Unternehmen im gesamten Verbandsgebiet einen Tagesrekord bei der Trinkwasserabgabe in Höhe von insgesamt 311.029 Kubikmetern.

OOWV-Bereichsleiter Axel Frerichs spricht von einer außergewöhnlichen Situation, die der langen Trockenheit geschuldet ist: „In den zurückliegenden Wochen hat es sehr wenig geregnet. Die Hitze ist für viele Gartenbesitzer Anlass, jetzt ihren Rasen zu wässern. Hinzu kommt die Befüllung von vielen Planschbecken und Pools, die auf die Schnelle aufgebaut werden. Derzeit wird besonders in den Spitzenzeiten, also morgens und abends, ein Vielfaches des normalen Tagesbedarfs verbraucht.“

Der Verband bekräftigt seine Bitte an die Kunden, auf unnötiges Rasensprengen zu verzichten. Außerdem sollte das Wasser in Pools nicht voreilig ausgetauscht werden. Wer nach der Arbeit duscht, sollte dies in die späteren Abendstunden verlegen. Bei anhaltender Hitze und gleichbleibendem Verbrauchsverhalten kann es in Lohne und Steinfeld auch in den kommenden Tagen zu Versorgungsengpässen kommen.

Im übrigen Verbandsgebiet kann der hohe Verbrauch in einigen Gebieten weiterhin zu kurzzeitigen Druckschwankungen und Trübungen des Trinkwassers führen. Der Grund: Durch die veränderte Fließgeschwindigkeit des Wassers im Netz können sich kleinste, ungefährliche Partikel aus Eisen und Mangan lösen. Dies ist ein völlig normaler Vorgang. Eine Trübung kann beispielsweise auch nach Wartungsarbeiten am Trinkwassernetz auftreten. Im Falle einer Trübung oder eines Versorgungsengpasses bittet der OOWV seine Kunden, den Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 04401-6006 zu informieren. Der Notdienst steht rund um die Uhr zur Verfügung.

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