Subscribe via RSS Feed Folgen Sie uns auf Google Plus

Technische Voraussetzungen besser als erwartet

Kategorie Politik, Unternehmen 25. März 2015

Positives Gutachten für geothermales Referenzkraftwerk samt Forschungszentrum in Heede

Zu einem wachsenden Kompetenz-Standort für regenerative Energien und insbesondere Geothermie entwickelt sich das interkommunale Gewerbegebiet der Gemeinden Heede und Dersum in der Samtgemeinde Dörpen. Während eines Termins im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium präsentierten die Initiatoren des Projektes die Ergebnisse einer von der Hanrath Gruppe aus Papenburg in Auftrag gegebenen und vom Land Niedersachsen unterstützten Machbarkeitsstudie zur Errichtung eines Geothermie-Kraftwerkes Landeswirtschaftsminister Olaf Lies.

 

Eine Delegation aus Unternehmensvertretern und Kommunalpolitikern stellte dem Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Olaf Lies, die Machbarkeitsstudie zum Geothermiekraftwerk. Foto: Hanrath

Eine Delegation aus Unternehmensvertretern und Kommunalpolitikern stellte dem Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Olaf Lies, die Machbarkeitsstudie zum Geothermiekraftwerk. Foto: Hanrath

„Damit ist ein wichtiger Meilenstein für die Realisation des Projektes erreicht“, freut sich Oliver Kugland von der Hanrath Gruppe aus Papenburg. Das Unternehmen ist Ideengeber des Projektes und wird nach eigenen Angaben bis Ende 2015 ein Investorenkonzept vorstellen. Tatsächlich seien laut Professor Dr. Dieter Michalzik und der Experten der Geodienste GmbH aus Garbsen die geologischen und technischen Voraussetzungen für den Bau eines tiefengeothermischen Kraftwerks sehr vielversprechend. Mit dem Bau des geplanten Geothermie-Kraftwerkes im GreenEnergyPark an der A 31 soll Erdwärme aus fast 5.000 Metern gefördert und in Form von thermischer und elektrischer Energie genutzt werden.

Die Hanrath Gruppe wird die bereits interessierten Investoren Kugland zufolge über die positiven Ergebnisse der Machbarkeitsstudie informieren und diese in einer Beteiligungsgesellschaft zusammenführen. „Das Geothermie-Vorhaben bietet ausgezeichnete Chancen den Grundstein für einen niedersächsischen Pilotstandort sowie ein Evolutionszentrum für erneuerbare Energien mit Hochschul- und Forschungsbeteiligung zu entwickeln“ so Kugland. So sollen Hochschul- und Forschungsprojekte in den Bereichen ORC (Organic Rankine Cycle) – Optimierung, Energiespeicherung oder Kommunikationsmanament etabliert und in landesübergreifende Hochschulkonzepte integriert werden.

Grünes Licht für eine enge Kooperation hat Kugland bereits vom Internationalen Geothermie-Zentrum Bochum (GZB) erhalten. Die Hochschule Osnabrück am Campus Lingen, das Energieforschungszentrum Niedersachsen (EFZN), das Kompetenzzentrum Energie Osnabrück, die Universität Groningen und GeoEnergy in Celle hätten bereits eine Zusammenarbeit angekündigt. „Wenn alles klappt, haben wir ein in Niedersachsen einzigartiges Vorzeigeprojekt, bei dem Hochschulen, Institutionen und Unternehmen interdisziplinär eingebunden sind“, freut sich Kugland. Bereits im Bau befindet sich derweil ein Informations- und Beratungszentrum, das gleichzeitig als Lehrstandort für die Wissenschaft dienen soll.

Minister Lies zeigte sich ebenfalls sehr zuversichtlich angesichts der positiven Ergebnisse der Machbarkeitsstudie. „Die finanzielle Unterstützung des Landes bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie hat sich ausgezahlt. Eine erfolgreiche Realisierung des Vorhabens wäre ein entscheidender Schritt, um die Vorzüge der Tiefengeothermie in Niedersachsen zu demonstrieren und den Menschen näher zu bringen“ sagt der Wirtschaftsminister. Gerade durch die Verknüpfung von Wirtschaft und Lehre würde hier ein Wissenstransfer stattfinden, der als Export Know-How „Made in Niedersachsen“ auch über Niedersachsens Grenzen hinaus erfolgreich sein könnte.

BloggerAmt